Sie möchten ausgezeichnet präsentieren können in Ihrem Job?

Sie möchten sich wohler fühlen, wenn Sie einen Vortrag vor einem Publikum halten?

Sie möchten Ihre Kollegen von Ihrer Idee überzeugen?

In diesem Artikel erfahren Sie die 10 besten Tipps für ausgezeichnete Präsentationen und Vorträge.

Sie können diese Tipps nutzen, um beruflich besser vorzutragen und um sich bei Ihren nächsten Präsentationen wohler zu fühlen:

1) Übung macht den Meister

Um wirklich gut vor Publikum sprechen zu können, ist es notwendig viel zu trainieren. Beim öffentlichen Reden ist es genauso wie beim Sport. Je mehr Sie schwimmen, desto schneller schwimmen Sie. Je mehr Präsentationen Sie halten und öffentlich sprechen, desto besser werden Sie.

Als Übung zählen viele Aktivitäten. Die mehrfache Übung einer Präsentation vor dem Spiegel, wird es Ihnen deutlich erleichtern die Präsentation vor einem Publikum zu geben.

Noch besser ist es vor Freunden oder Kollegen zu üben. Sie können z. B. Ihre Präsentation vor einigen Kollegen halten und diese bitten Ihnen ein Feedback zu geben. Ihre Kollegen können meistens das beste Urteil darüber geben, was Sie zu verbessern haben, um Ihren Vorgesetzten oder Ihre Klienten zufriedenzustellen und zu beeindrucken.

Allgemein gilt, je öfter Sie präsentieren, desto besser werden Sie. Eine hervorragende Möglichkeit, um regelmäßig vor einem Publikum zu sprechen, ist bei einem öffentlichen Redeclub teilzunehmen.

Ein Beispiel für einen solchen Club sind Toastmasters-Clubs. Bei den Hannover Speakers haben Sie die Möglichkeit bei einem solchen Club teilzunehmen (siehe Tipp 10).

Bei Toastmasters können Sie üben bessere Präsentationen zu halten.

Bei Toastmasters können Sie trainieren bessere Präsentationen zu halten.

2) Vor dem Vortrag bereits aufstehen und „Powerposen“ durchführen

Bevor Sie einen Vortrag halten, steigt oftmals die Nervosität.

Ein Trick, um dem entgegenzuwirken ist, bereits einige Minuten vor dem Vortrag aufzustehen. Aus einer sitzenden Position in eine stehende Position zu wechseln, erfordert Kraft und lässt das Herz schneller schlagen. In Kombination mit der bereits bestehenden Nervosität vor Ihrem Vortrag, macht Sie das noch nervöser. Wenn Sie aber bereits stehen, hat Ihr Körper sich bereits an das Stehen gewöhnt.

Ein weiterer Trick ist es, Powerposen durchzuführen. Amy Cuddy erklärt in ihrem TED-Vortrag „Ihre Körpersprache beeinflusst, wer Sie sind“, dass sich Ihre innere Einstellung (Nervosität, Fröhlichkeit, etc.) auf Ihre Körpersprache auswirkt. Wenn Sie nervös sind, machen Sie sich klein. Wenn Sie selbstbewusst sind, machen Sie sich groß und nehmen mehr Platz ein.

Es funktioniert aber auch andersherum. Wenn Sie Ihre Körpersprache ändern, ändert sich auch Ihre innere Einstellung. Wenn Sie sich also groß machen (aufrecht stehen, Kinn nach oben, Arme in die Hüften), fühlen Sie sich selbstbewusster. Machen Sie sich deshalb einige Minuten vor Ihrem Vortrag groß. Dieses sich Großmachen nennt Cuddy eine Powerpose (wie das genau geht, erfahren Sie hier). Dadurch fühlen Sie sich bei Ihrem Vortrag deutlich entspannter.

Wenn Sie direkt vor Ihrem Vortrag keine Möglichkeit haben eine solche Powerpose durchzuführen, dann machen Sie diese Pose direkt vor dem Meeting. Andernfalss führen Sie „kleine“ Powerposen vor Ihrem Vortrag am Tisch durch. Das heißt, setzen Sie sich aufrecht und legen Sie die Arme in die Hüften unter dem Tisch.

3) PowerPoint ist nur Unterstützung, nicht Hauptdarsteller

Viele Präsentationen werden mit PowerPoint durchgeführt. Oftmals ist aber bei solchen Präsentationen PowerPoint der Hauptdarsteller und nicht der Vortragende. Der gesamte Text steht auf den Folien und wird einfach nur abgelesen. Oder es sind so viele Stichpunkte auf einer Folie, dass das Publikum sich nur auf das Lesen der Folien konzentriert und dem Vortragenden gar nicht erst zuhört.

Wenn Sie also PowerPoint benutzen, sollten immer nur wenige Wörter auf jeder Folie stehen. So bleibt die Aufmerksamkeit stetig bei Ihnen. Noch besser ist es hauptsächlich Bilder und Visualisierungen (z.B. Diagramme) auf den Folien darzustellen.

Ein weiteres Problem mit PowerPoint ist, dass Vortragende sich den Folien zudrehen und dem Publikum den Rücken zudrehen und es selten anschauen.

Wenn Sie also PowerPoint nutzen, schauen Sie immer nur kurz auf die Folien und schauen Sie die überwiegende Zeit ins Publikum.

Schauen Sie möglichst oft Ihr Publikum an und nicht Ihre Folien.

Schauen Sie möglichst oft Ihr Publikum an und nicht Ihre Folien.

4) Augenkontakt halten, das Publikum in 3 Teile einteilen

Um das Publikum aktiv an Ihrer Präsentation zu beteiligen, halten Sie so viel wie möglich Augenkontakt mit Ihren Zuhörern. Dafür teilen Sie sich das Publikum in 3 Teile auf: Links, Mitte und Rechts.

In jedem Drittel schauen Sie möglichst viele Zuhörer kurz an. Bei einigen vereinzelten Zuhörern können Sie auch 2-3 Sekunden in die Augen zu schauen. Dann fühlen sich alle Zuhörer beteiligt und schweifen nicht ab, wie wenn z. B. gegen die Wand oder gegen die Folien (siehe Tipp 4) gesprochen wird.

Nachdem Sie ein Drittel etwa 10 Sekunden angeschaut haben, schweifen Sie zum nächsten Drittel und so weiter.

Mit dieser Technik stellen Sie sicher, dass Sie das gesamte Publikum anschauen und sich nicht zu sehr auf eine Seite konzentrieren.

5) Füllwörter runterschlucken, stattdessen eine Pause machen

Füllwörter, wie „ähm“, „äh“, „also“, „so“, „ja“ oder ein langgezogenes „und“ zwischen 2 Sätzen, schwächen Ihren Inhalt ab. Sie hören sich dann weniger überzeugend an und das Publikum schweift ab.

Wann immer Sie die Möglichkeit haben, schlucken Sie ein Füllwort runter und machen Sie einfach eine Pause (siehe Tipp 6).

Lassen Sie sich am besten einige Male auf Füllwörter von Bekannten beim Trainieren aufmerksam machen. Sobald Sie Ihre eigenen Füllwörter bemerken, fällt es Ihnen deutlich einfacher diese abzuschalten.

6) Pausen geben dem Gesagten viel Macht

Eine gut gesetzte Pause, an der richtigen Stelle, lässt Ihr Publikum noch aufmerksamer zuhören. Wenn Sie vor und nach jeder wichtigen Information (die Kernpunkte Ihres Vortrags) eine 2-3 sekündige Pause setzen, hört Ihr Publikum viel aufmerksamer zu. Zudem erkennt das Publikum, dass Sie etwas Wichtiges sagen und haben mehr Zeit das zu verarbeiten.

Wenn Sie kaum Pausen machen, hat das Publikum nicht die Zeit zu verarbeiten, was Sie sagen und wird es mit höherer Wahrscheinlichkeit im Anschluss vergessen.

Die besten Redner setzen viele Pausen. Zum Teil sogar sehr lange Pausen. Das verleiht ihrem Inhalt noch mehr Bedeutung. Vor allem US-Präsident Barack Obama, ein begnadeter Rhetoriker, ist bekannt für seine langen Pausen und die komplette Abwesenheit von Füllwörtern (hier ein Beispiel).

7) Das Publikum beteiligen, damit es nicht abschaltet

Um das Publikum aktiv in Ihrem Vortrag zu halten, können Sie es beteiligen.

Stellen Sie z.B. eine Frage und lassen Sie 2-3 Zuhörer zu Wort kommen. Fragen Sie Ihre Zuhörer nach ihrer Meinung zu einem bestimmten Thema. Oder stellen Sie eine Frage, bei der es 2 Optionen gibt und bitten Sie die Zuhörer sich zur Option zu melden, mit der Sie einverstanden sind.

Um noch überzeugender zu sein, können Sie mehrere rhetorische Fragen in Ihrem Vortrag stellen, mit denen die Zuhörer einverstanden sind. Wenn Ihre Zuhörer Ihnen zustimmen und nicken, sind sie empfänglicher für Ihre folgenden Argumente.

Eine gute Möglichkeit, um das Publikum gleich zu Anfang Ihres Vortrages einzufangen ist es, eine Frage gleich zu Anfang zu stellen.

8) Enthusiastisch vortragen, keine monotone Stimme

Vor allem Professoren sind oftmals für ihre monotone Stimme bekannt. Sie sprechen in nur einer Tonlage. In solchen Fällen ist es wirklich schwer, sich auf das Gesagte zu konzentrieren und nicht abzuschalten.

Auch im beruflichen Umfeld ist es wichtig, seine Stimmlage zu variieren. Nur so bleibt das Publikum begeistert und hört aufmerksam zu.

Wenn Sie enthusiastisch vortragen und zeigen, wie sehr Sie für das Thema brennen, wird auch das Publikum interessiert sein.

9) Ein starkes alleinstehendes Ende (kein „Danke“)

Viele Vortragende haben kein richtiges Ende zu Ihrem Vortrag und „schummeln“ sich mit einem „Danke“ durch. Ein starkes Ende kann alleine stehen. Die Zuhörer erkennen von alleine, dass Sie am Ende angekommen sind.

Am Ende können Sie nochmal die wichtigsten Fakten zusammenfassen und Ihre Handlungsaufforderung wiederholen, wenn Sie eine haben.

Das Ende ist es nämlich, was sich Ihr Publikum am längsten merkt. Den größten Teil Ihres Mittelteils, wird Ihr Publikum vergessen.

Eine gute Möglichkeit Ihren Vortrag zu beenden, ist mit einem Zitat oder etwas anderes, das zum Nachdenken anregt.

Werden Sie bei Ihrem Ende langsamer. Dann erkennt das Publikum, dass Sie am Ende angekommen ist.

10) Trainieren Sie mit Gleichgesinnten in einem Toastmasters-Club

Alle vorher genannte Tipps können Sie ausgezeichnet in einem Toastmasters-Club trainieren.

Toastmasters International ist eine Organisation mit über 300.000 Mitgliedern und über 15.000 Clubs weltweit. Das Ziel eines Toastmaster-Clubs ist die öffentlichen Redefähigkeiten seiner Mitglieder zu verbessern, sodass sich Redner vor Publikum wohlfühlen (das Lampenfieber / Redeangst überwinden) und mit Ihren Ideen überzeugen.

Ein Toastmasters-Treffen ist in 3 Teile aufgeteilt:

1) Stegreifreden: Bei den Stegreifreden werden mehrere Leute aus dem Publikum aufgerufen und beantworten eine Frage spontan in 1-2 Minuten in einer improvisierten Rede. Jeder kann teilnehmen, verpflichtend ist es jedoch nicht.

2) Vorbereitete Reden: Es gibt bis zu 4 vorbereitete Reden, die in der Regel 5-7 Minuten dauern. Redner können über alle Thema sprechen. Sie können sich an verschiedenen Redeprojekten orientieren, bei dem sich jedes Projekt auf einen anderen Aspekt einer Rede konzentriert (Körpersprache, Struktur, Stimme, etc.)

3) Feedback: Bei Toastmasters wird Feedback großgeschrieben, denn nur so können Mitglieder wachsen und sich verbessern. Jeder Redner bekommt ein individuelles Feedback von anderen Teilnehmern. Zudem gibt es ein Feedback für alle Teilnehmer zum Sprachstil, zu Füllwörter und der Zeit.

Unser Club, die „Hannover Speakers“ ist der erste Toastmasters-Club in Hannover (gegründet 2001) und trifft sich jeden Montag, um gemeinsam die Rhetorikfähigkeiten zu verbessern

Wenn Sie sich das gerne anschauen würden und teilnehmen möchten, dann können Sie hier mit uns Kontakt aufnehmen.

Oder kommen Sie einfach zu einem Meeting vorbei. Wir treffen uns jeden Montag von 19:00-21:00 Uhr im Freizeitheim Vahrenwald (Vahrenwalder Str. 92, Haltestelle „Dragonerstrasse“, erreichbar mit der Linie 1 Langenhagen und 2 Alte Heide). Die Meetings sind auf Deutsch, jeder dritte Montag im Monat findet das Meeting auf Englisch statt.

Die Redner erhalten ein ausführliches Feedback.

Die Redner erhalten ein ausführliches Feedback bei Toastmasters.

 

Einige weiterführende Artikel:

 


Von Gabriel Gelman, Februar 2016

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